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Montag, 21. Februar 2005
nicht mehr alle latten lampen am zaun?
die weihnachtlichen beleuchtungsorgien, die sich dank der modernisierung der asiatischen elektroindustrie in den letzten jahren auch hierzulande bahn gebrochen haben, sind gerade erst verklungen, da darf man sich schon wieder hoffnung auf sommerlich beleuchtete gartenzwergidyllen machen (wobei auch das zwergverabscheuende trendmöbelpärchen seinem spleen nach fashionablen lichteffekten frönen können wird).
die vor frühjahrsbeginn ins haus flatternden hausfrauen-, möbellager- und resterampenkataloge enthalten wieder die neuesten perlen ramschiger massenproduktion. formschöne objekte "aus kunststoff und kunststein" lassen sich leicht produzieren, verschiffen und - zumal wenn's schimmert und leuchtet - verkaufen. jede neue saison mit den elektronischen raffinessen ausgestattet, die der letztjährige vorzeige-designer-toaster dem staunenden und eher zahlungskräftigen publikum präsentierte, werden die hübsch blinkenden und piependen artikel von fachkundigen grafikdesignstudenten im katalog platziert und betextet. aber "solar" muss es schon sein, denn wie einfach man damit den sei es gezirkelten, sei es schattig-vermoosten und leicht verlotterten garten in ein heimeliges idyll verwandeln kann, "wissen inzwischen schon die zwerge":



auch die lieben angehörigen fühlen sich in der grablege sicher wohler und moderner, wenn ihnen dank solarbetriebener leuchte ein licht aufgeht. wahlweise lässt sich dieses objekt aber auch für die gemütliche beleuchtung des biertisches daheim auf der terrasse verwenden.



eher für das junge pärchen zwischen 20 und 50, allerdings nicht solar, dafür aber mit opulenterer leuchtkraft ausgestattet, ist dagegen das leuchtstabsystem "mit insgesamt 10m Kabel", sechs stück für zweienzwanzichachzich. da nimmt man doch gleich zwei oder drei pakete, damit nicht "die freude an ihrem garten jeden tag mit dem sonnenuntergang endet".



in den strom- und lichtlosen zeiten mussten sich witzbolde wie immanuel kant noch bei kerzenschein in lektüre vertieft von ausländern wie david hume "ein licht" aufstecken lassen. heute haben wir uns vom zwang des selbstdenkens befreit und blättern wohlig zufrieden um mitternacht im garten sitzend in der "modernen hausfrau".


(gott ja! ich hatte nichts zu tun.)

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Must have
Literatenquartett (lies mehr zu dem Quatsch). [via ITW]

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Sonntag, 20. Februar 2005
Move your hip
Der Herr Nase hat wieder so ein dolles Musikdingsbumms zum Selbermachen (Pianographique) ausgegraben. Shake it, baby!

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Freitag, 18. Februar 2005
(Mode-)Farbenlehre
im Powerbook.

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Oldnewmediathing
Jon Stewart's Daily Show on Bloggers [via Wirres (in den Kommentaren)]

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Podcasting (= Audio-Blogging)
Podcasting (ich find das Wort Scheiße) und die "Geburt eines neuen Mediums". (Bitte nicht auch noch von "Emergenz" und anderen Seifenblasen reden)

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Donnerstag, 17. Februar 2005
Das Land mit dem Ruck

(Achtung, Flash-Intro!)

Wer entwickelt eigentlich immer diese langweiligen bummdesdeutschen Logos? Gibt es da eine behördliche Direktive oder DIN-Norm? Ist das nicht eigentlich Sabotage?

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Kennwörter
Kennwörter oder Kennwort-Sätze? 3-teilige Grundsatzanalyse von Jesper M. Johansson (Microsoft)

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Alt und uncool und aus der Lyrikmail
Jetzt wohin?

Jetzt wohin? Der dumme Fuß
Will mich gern nach Deutschland tragen;
Doch es schüttelt klug das Haupt
Mein Verstand und scheint zu sagen:

'Zwar beendigt ist der Krieg,
Doch die Kriegsgerichte blieben,
Und es heißt, du habest einst
Viel Erschießliches geschrieben.'

Das ist wahr, unangenehm
Wär mir das Erschossenwerden;
Bin kein Held, es fehlen mir
Die pathetischen Gebärden.

Gern würd ich nach England gehn,
Wären dort nicht Kohlendämpfe
Und Engländer - schon ihr Duft
Gibt Erbrechen mir und Krämpfe.

Manchmal kommt mir in den Sinn,
Nach Amerika zu segeln,
Nach dem großen Freiheitstall,
Der bewohnt von Gleichheitsflegeln -

Doch es ängstet mich ein Land,
Wo die Menschen Tabak käuen,
Wo sie ohne König kegeln,
Wo sie ohne Spucknapf speien.

Rußland, dieses schöne Reich,
Würde mir vielleicht behagen,
Doch im Winter könnte ich
Dort die Knute nicht ertragen.

Traurig schau ich in die Höh',
Wo viel tausend Sterne nicken -
Aber meinen eignen Stern
Kann ich nirgens dort erblicken.

Hat im güldnen Labyrinth
Sich vielleicht verirrt am Himmel,
Wie ich selber mich verirrt
In dem irdischen Getümmel. -


Heinrich Heine
(1797-1856)

aus: Romanzero (1851)

[Kam heute mit der Lyrikmail<(a>]

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Gemeinsamer philosophischer Nenner
Geschwindigkeit ist gar nichts. Irrelevant - außer für Dampflokomotiven und Sportautomobile.
(Z.B. Platon, Hume, Wittgenstein, Popper)

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Mehr Sachen machen
die alt sind, und langsam, gewöhnlich, kaputt, zerbrechlich, die nichts bedeuten oder ganz leise alles bedeuten ...

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Wahaha
Being Feelin' German. (Quicktime)
[via SWR]

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Mittwoch, 16. Februar 2005
I park like an idiot [via Nico]

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Das Teil
Nicht wichtig, nur zur Info: Das Teil 1 Jahr glücklich auf Antville-Systemen unterwegs.

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Box of Frox
Ich habe die Tage Deep Dive Corp. aus Hamburch empfohlen. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Herrschaften dereinst auch als "Box of Frox" unterwegs waren und eher technoide Danceklänge aufs Vinyl schraubten (auch auf Silberling erhältlich).
"Sexual" ist ein Stück davon, das ich beim beliebten Blogger-Musikspiel durchaus auch in die Liste der wichtigsten Titel hätte aufnehmen können, wenn sie denn hätte länger sein dürfen. Damit vergewissere ich mich häufig nach Feierabend am Bahnhof stehend meiner körperlichen Existenz. Wenn sie also ihre müden Hüften in Schwung oder den Rollstuhl in Rotation bringen wollen: Pump up the volume.

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Dienstag, 15. Februar 2005
Ganz große Küche!
Pellkartoffelrezept: "1 kg gleichgroße Kartoffeln, Salzwasser."
Gut, dass es Internetz gibt! [via Dr. Nemo]

Übrigens: Das Labor für kreative Haushaltsführung ist seit einigen Wochen in neuer, renovierter Umgebung wieder erreichbar. Falls sie auch so dolle Tipps haben ... nur zu!

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Unter uns
Muss das Internetz klein sein, wenn man bei jeder zweiten Suche auf Bekannte trifft.

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Bah nee,
watt'n gerenne und gemache heute wieder! und nur ganz, ganz kleine geister allüberall, klitzeklein, eigentlich überhaupt nicht vorhanden. gar nicht. und doch so präsent, so omnipräsent, so allüberall.

Mache dich, mein Herze, rein,
ich will Jesum selbst begraben.
...
Welt, geh aus, laß Jesum ein!

(Link)

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Wirtschaftswunder
Es gibt Artikel, die keinerlei Lagerzugang haben, bei der Inventur allerdings gezählt und zugebucht werden, dann im laufenden Jahr wieder restlos verbraucht werden, kein neuer LagerZUGANG, dann wieder durch Inventur zugebucht werden, verbraucht, bei Inventur wieder neu aus dem Nichts gezaubert etc. ad infinitum.

Andere Artikel werden im laufenden Jahr "gefunden" und zugebucht, die Inventur zählt nichts und löscht die Bestände, dann wieder werden die Artikel gefunden und zugebucht, während sie in der folgenden Inventur gelöscht werden, dann wieder werden sie während des Jahres gefunden ...

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Neue Männlichkeit oder Senilität?
Frauen können so eine warme, anheimelnde Art haben, in der Küche mit Geschirr zu klappern.

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scheißescheißescheiße. ich muss eine entscheidung treffen. hier .com, nicht automarke, oder milliardenmerger, das ist doch pillepalle, ihr loser. nein, menschliches, allzumenschliches.

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Montag, 14. Februar 2005
BlogBlogLesung auferstanden?
Das Blogleseblog. [via Fabe]

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Theodizee-Problem
... dass es immer wieder (an sich ernstzunehmende) Leute gibt, die einen davon überzeugen wollen, dass solche Lachnummern wie Madonna oder Falco oder Marilyn Manson ein intellektuell ernstzunehmendes kulturelles Phänomen sind. (Ich hänge allerdings auch an manchen Peinlichkeiten.)

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Hannoveraner:
Ist derzeit in Hannover irgendwas los? Speziell nächsten Samstag tagsüber? Irgendwie Kunscht, Kultur, Technoparty? Was ich aufgeschlossenen Ortsfremden mal zeigen kann?

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Weblogjournalismus IV
Kaum steht die Sonne mal wieder in nennenswerter Höhe am Himmel, blendet die weiße Wand von gegenüber und überstrahlt das Monitorbild. Ich muss die Lamellen wieder zuziehen. So hält sich wenigstens ganzjährig der (nicht unberechtigte) Eindruck, man arbeite unter Tage in den Salzminen.

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