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Sonntag, 23. Januar 2005
Paul Feyerabend
Popul?res Philosophenportr?tmotiv (Feyerabend, Habermas ...)Am 23. Januar 1924 wurde der fröhliche Anarchist und Dauernörgler Paul Feyerabend in Wien geboren. Nachdem er in der Blütezeit der Wissenschaftstheorie der 50er und 60er Jahre zu den führenden Autoren gehört, führt er später das Prinzip der Rockmusik in die Philosophie und Wissenschaftstheorie ein. Nachfolgende Generationen kennen davon (und auch sonst vermutlich) nicht viel mehr als sein berühmt gewordenes "Anything goes".

Ganz hübsch zu lesen ist seine Autobiographie "Zeitverschwendung", die stellenweise ihrem Titel nicht gerecht wird.

Paul Feyerabend starb am 11. Februar 1994 in Zürich.

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Die Farbe Blau

(mouse over)

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Das Zitat am Sonntag
»Zuletzt sang er bei Harald Schmidt.« [edit: Julia Encke in der SZ via Mo]

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Asconet again
Et voilà. Tres bien.

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Samstag, 22. Januar 2005
Salsa
Ich gehe jetzt gleich ein paar - hoffentlich nicht allzu unwürdige - Verrenkungen machen. Probiern sie's doch auch mal: Besito (Küsschen) (MJPG-Avi, z.B. mit Quicktime)

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Uran, Iran
This is serious, dude:

Gero von Randow bloggt regelmäßig über das Uranproblem, auch über das des Iran.

Richard Herzinger meint, dass jedem, der das Problem des iranischen Atomprogramms nicht verdrängt, klar ist, dass die Entwicklung auf eine gewaltsame Konfrontation zuläuft. Und es gibt da mehr als ein mögliches Szenario. Leseempfehlung!

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Armseliges Publikum
Harald Schmidt als Unterbelichteten-Machiavelli:

a) Ich finde, man müßte alle Politiker abstrafen, die sagen: "Macht interessiert mich nicht!", "Macht ist auf Zeit verliehen, um zu gestalten!". Das ist kompletter Quatsch. Sie sollen sagen: "Ich finde Macht an sich geil!" und "Der Machtverlust wäre für mich der persönliche Horror. Ich nehme lieber gescheiterte Ehen, kaputte Familien und Verbannung in Kauf."

b) Es gibt kaum etwas Dümmeres als den Satz: Politik interessiert mich nicht, die machen doch eh, was sie wollen. Denn das setzt voraus, daß in einer Gesellschaft alles per göttlicher Fügung passiert. Ich glaube aber, den meisten ist gar nicht klar, auf wie dünnem Eis sie laufen.

Bei der weltamsonntag.de.

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Altes Problem gelöst
Warum heißt es im Original Dschungelbuch eigentlich "The bare necessities", während im Deutschen gesungen wird "Versuch's mal mit Gemütlichkeit"? Ist das nicht irgendwie das Gegenteil? Wohl nur, wenn man sich auf den Titel konzentriert und den restlichen Songtext ausblendet - oder nicht versteht, so wie ich. Jetzt habe ich ihn mir ergoogelt:

Look for the bare necessities
The simple bare necessities
Forget about your worries and your strife
I mean the bare necessities
Old Mother Nature's recipes
That brings the bare necessities of life

Wherever I wander, wherever I roam
I couldn't be fonder of my big home
The bees are buzzin' in the tree
To make some honey just for me
When you look under the rocks and plants
And take a glance at the fancy ants
Then maybe try a few

The bare necessities of life will come to you
They'll come to you!


Na dann geh ich mal nach Käfern und Ameisen Ausschau halten.

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Mein Titelsong zum Tag
Schni Schna Schnappi ...

Das wird ein guter Tag!

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"Ist der Schmidt aus? Kann ich Fernseher anmachen?"

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Massive Attack und Carpenters - immer im Wechsel.
Wie ein frisches Stück Kirschstreusel mit Sahne, dazu Tee.

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Freitag, 21. Januar 2005
Mikro Makro


Nicht vom Saturnmond Titan, sondern von meinem Joghurtbecher.

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Real Sprechnachricht - weiblich
Meine Bekannte C. aus B. sagt am Telefon, sie wäre morgen tagsüber schwer zu erreichen, da sie mit ihrer Freundin in einem guten und bekannten Modehaus Brautkleider anprobieren würde. Einfach so. Man (= frau) habe das seit Jahren geplant. Morgen ist es soweit. Über fehlendes Zubehör (Bräutigam) könne man (frau) ja "dann noch" nachdenken.

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Diskriminiere mich!
Ein Fall mangelnder Diskrimimierung: die Ex hat mir heute eine mail geschickt, die eigentlich für ihren Liebsten gedacht war. Teufelswerk E-Mail!

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Für mehr Diskriminierung
Diskriminierung ist eine wertvolle, fortgeschrittene Fähigkeit. Manchmal wird der Anspruch auf das Recht, diskriminiert zu werden, etwas überstrapaziert - und manchmal kommen die Protagonisten in ihren Forderungen ein wenig durcheinander, wenn sie gleichzeitig fordern, nicht diskriminiert zu werden (eben so, wie es gerade passt, ohne Überlegung) - aber das zeigt nur, dass die Fähigkeit zu diskriminieren viel Erfahrung und Überlegung erfordert sowie fortgeschrittene soziale Bedingungen, die sensibel genug für die beiden Notwendigkeiten, sowohl zu diskriminieren als auch nicht zu diskriminieren, sind.
Die Aufgabe der Zukunft wird es jedenfalls sein, mehr und besser und gleichzeitig gerechter zu diskriminieren und dabei in Rechnung zu stellen, dass Gerechtigkeit oft Gleichbehandlung trotz Diskriminierung verlangt. Da dies kein Schlagzeilengedanke ist, sondern ein Sachverhalt, der Abwägung erfordert, also unbeqeum ist, könnte es schlecht um diese Aufgabe bestellt sein. Es wird vermutlich lediglich dabei bleiben, dass die einen weniger, die anderen mehr Diskriminierung fordern - vielleicht je nach Wetter oder Wochentag.

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Donnerstag, 20. Januar 2005
Monster-Movies
Wat herrlich! "Cheepnis" für "BiologieinteressiertInnen" bei Megawatt.

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Harald Schmidt
Wenn ein ganzes Volk auf Harald Schmidt wartet und das "Frühstücksradio" des Senders mit den "Wunschhits" regelmäßig die besten launigen Zoten von Herrn Schmidt und seinem Azubi bringt, dann, ja dann ... ist das bestimmt ein gutes Zeichen.

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Donnerstag, 20. Januar 2005
Witzbold
Schlagfertigkeit ist eine völlig über- und vor allem falsch bewertete Eigenschaft. Sie taugt in der Regel nur zur guten Unterhaltung, und steht jedem Clown prächtig. Mit einer sachlichen Argumentation hat sie eher selten etwas zu tun. Sie ist ein Stilmittel der Rhetorik, keine Schlussweise der Logik. Sie kann hübsch machen, sie bürgt aber überhaupt nicht für Übereinstimmung mit den Tatsachen (oder der Gerechtigkeit).

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DJ
Die DJ-Rhetorik geht einem ja schon länger auf die Nüsse, und so muss schon einiges in die Waagschale geworfen werden, um einen Vertreter dieser Zunft einmal hervorzuheben. Zwar lässt sich auch noch über Geschmack trefflich streiten, aber mit Joey Negro hat man wenigstens so etwas wie einen Archivar der Discomusik der 70er und 80er, der davon seit den 90ern als selbst Musik Schaffender mit seinen Garage- und House-Kreationen und -Mixen zehrt. So viele DJs sind bemerkenswert schlecht und einfallslos - Joey Negro hingegen, der Mann der bei Rough Trade die Dance Abteilung aufbaute, reißt mich seit Jahren vom Hocker. Fein, dass in wenigen Tagen eine Zusammenstellung seiner Mixe in der Reihe "In the house" erscheint. (Versandkostenfrei bei CD-Wow)

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Dienstag, 18. Januar 2005
Salsa (XML-)formal und im Beispiel
Aus der Erinnerungsnot heraus hat Stefan Kamphausen ein XML-Format zur Beschreibung von Salsa-Schritten entwickelt und das gleich am Beispiel der Rueda ausgeführt.

edit: Weitere Schritte.

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Montag, 17. Januar 2005
Neue persönliche Bestzeit
- Beim Bügeln 4 Hemden in 25 Minuten.
- Zettel mit aufgekritzelter Adresse von Jeanette sofort wiedergefunden.

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Journalismus - what?!
Lächerlich, die Bloggerstory von Planetopia! Ein gutes Beispiel für das doch mittlerweile durchgängig niedrige tabloid-Niveau der Öffentlichkeit in diesem Lande.

- Das blutverschmierte Bild zu Beginn des Berichts, das effekthascherisch immer wieder eingeblendet wird, ist übrigens nicht zusammengegoogelt, sondern das Icon eines deutschsprachigen Bloggers, der u.a. von autodestruktiven Erlebnissen berichtet.

- Die Sequenz über den Schockwellenreiter ist eine journalistische Frechheit, ohne jedwede Sorgfalt, einfach nur tendenziös zusammengestellt. Außerdem ist es eine sachliche Verfälschung, da die besagte Nachricht über den Mord an einem Kind maßgeblich von anderen Medien betrieben und in der Öffentlichkeit ausgewälzt wurde.
edit: Der Schockwellenreiter hat hinreichend dazu Stellung genommen und unter anderem gesagt, dass dieses Beispiel gerade deshalb im Interview aufkam, um auf die Notwendigkeit einer gewissen Sorgfalt hinzuweisen.

- Die Hauptthese der Planetopen und des Herrn Professor Medienwissenschaftlers lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Bei Weblogs besteht die Gefahr, dass sich unseriöse Informationen verbreiten. Der Gehalt dieser These ist nicht ganz verkehrt, aber wenig bemerkenswert; insbesondere weil dieser Sachverhalt ebenso auf Massenmedien wie BILD und SAT1 oder RTL zutrifft, die ein erheblich größeres Gewicht in der Medienlandschaft haben und ihrer Verantwortung demzufolge viel weniger in ganz gravierender Weise nicht gerecht werden.

update: Hahaha, Herr Lumma ist gut - In gewohnt umfangreicher Weise hat nach langer und gründlicher Recherche heute abend das Wissensmagazin Planetopia über Weblogs berichtet.

update2: einen Teil des Wahnsinns hat ix gesammelt. Oder man guckt einfach bei Blogstats.

edit: Beim Speichern dieses Beitrags gab es mal wieder Ladehemmungen bei blogger.de. Ich sah kein Ergebnis auf der Frontpage, habe die Überschrift geändert und es noch einmal versucht - jetzt gibts bei blogstats u.Ä. zwei Einträge. Sorry.

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Erworbene Rechte und Eigentumsschutz
Es ist überhaupt nichts Neues. Es liegt schon im Prinzip des Konzepts. Gemeint sind Windows Media Player 10 sowie Apples iTunes.
Der Media Player telefoniert gerne nach Hause. Früher mal, um die Playlisten zu melden, heute, um erworbene Digital Rights zu prüfen. Diese Prüfroutine ist aber längst durch Trojaner ausgehebelt, die schädigende Software, verborgen vorm Benutzer, auf dem Rechner installieren. (S.a. bei Heise)

Apples iTunes-DRM-Konzept ist so restriktiv bzgl. der Wahl möglicher Player, der Anzahl PCs und der erlaubten Brennvorgänge, dass es sich eigentlich von vorneherein disqualifiziert. Naja, aber man ist bei Apple sicher der Meinung, dass Erfolg Recht gibt.
Ich finde es sehr passend, beide Hersteller in einem Atemzug zu nennen. Ich mag keine künstlichen Komplikationen und Superkomplikationen.

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